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Deutscher Schriftsteller: Einseitige Berichterstattung über China in den deutschen Medien

BERLIN, March 29 (Xinhua) -- Discontented at German media's biased coverage of the riots in Tibet, a German author has accused German media of hysteria against China.

"The coverage is very biased and unfair to China. Behind this is a China hysteria in Germany where people can only read negative news about China, which I think is wrong," Bernhard Ganter told Xinhua in a telephone interview on Friday.

The Munich-based author and journalist said he has sent several articles to German newspapers to express his opinions, but none of them has got published.

"We have press freedom in Germany, I can write what I want, but it just won't be published if it does not suit those people," said Ganter,. "No dissenting voice can be published. They want to publish what politicians and the major media want, which are one-sided and unfair to China."

In an opinion piece titled "China hysteria", which is posted on his own website, Ganter said: "As long as human rights and press freedom are also trampled upon in Germany, Germany should not call for human rights in other cultures, of which they have no idea."

Ganter also noted in the article that "The Dalai Lama is a very political man, greedy of power and double-faced. There are many sources to prove that. If people want to know the truth, just read."

He told Xinhua that German media's biased reports about China did not start from the Tibet riots. German media tends to look for a scapegoat whenever people meet some major problems here in at home, he said.

"At time of high gasoline prices, it was reported that the Chinese are buying up oil. If butter and milk become expensive, then you will see media reports that the Chinese are buying up our milk. It is simply not true, but people just want to look for a scapegoat. And that I think is the reason for the one-sided reporting," Ganter said.

"The general population in Germany is not informed. They say exactly, what the media report," he added.

Ganter said that he personally wants to speak out and try his best to improve the mutual understanding between Germany and China.

"If people want to understand each other, of course you need to sit down and talk. Especially those major media, which can reach the majority of people, should appeal for sobriety and calm instead of reporting hysterically," Ganter said.

"But what prevails now is a hysteria, an unqualified hysteria," he added.

 

Einseitige Berichterstattung über China in den deutschen Medien

von Bernhard Ganter

Deutsche China Hysterie: Seit Tagen verfolge ich die Berichte über China und Tibet. Ach, was sind die Chinesen doch für böse Menschen, ach, was sind wir denn in den westlichen Ländern für gute Menschen, Deutschland voran. Vergessen wird Kriegstreiber Nummer 1, die USA. Über 60 militärische Stützpunkte auf dem Globus. Eine militärische Präsenz, die nur die USA inne hat. Warum? Eine Weltmacht außer Rand und Band, die glaubt, die Geschicke der Welt lenken zu müssen. Die USA hat seit Weltkriegsende 1945 weltweit über 38 Kriege und Kriegshandlungen geführt, über nationale Grenzen hinaus Foltergefängnisse errichtet, Entführungen unschuldiger Menschen durchgeführt. Das gehört in das Guinness Book der Rekorde. Kriegsverbrecher Georg W. Bush, erhebt sich in seiner überschätzten Großmannsucht zum Herren der Welt auf. Niemand, auch die geduckte, deutsche Regierung, ruft zum Boykott und Sanktionen gegenüber der USA auf.

Über China und Tibet wird sich dann im Westen aufgeregt, Olympiablockade und Sanktionen werden jedoch nur von einfältigen Politikern und politikabhängigen Medien gefordert. Das ist deutscher Populismus und deutsche Propaganda. Die Türkei marschiert in fremdes Land ein, unterdrückt die kurdische Minderheit im Land. Die Türkei reagiert und regiert mit amerikanischem und europäischen Stillschweigen und mit militärischem Diktat gegenüber Minderheiten, (direkt und indirekt/ deutsche Panzer und andere militärische Unterstützung.) Die deutsche Regierung unterstützt seit Jahren Diktatoren wie beispielsweise in Usbekistan (Waffenlieferungen), auf Kosten deutscher Steuerzahler. Aber auch Diktatoren in afrikanischen Staaten und anderswo. Derzeit reden ja viele sogenannte Experten über China, ohne das Land und ihre Menschen wirklich zu kennen. Der von vielen geforderte Olympia Boykott ist falsch – warum fordert man nicht einen Wirtschaftsboykott? Weil wir Deutsche dann große wirtschaftliche Einbußen, große wirtschaftliche Verluste hätten. Das ist deutsche (westliche) Doppelzüngigkeit. Die Völkergemeinschaft hat nur eine Chance – die Chance, nicht hysterisch miteinander umzugehen. Dem Chinesischen Volk möchte ich mit auf den Weg geben: Wenn die deutsche Regierung Fehler macht, sind es nicht unbedingt die Fehler der deutschen Bevölkerung – sondern die der deutschen Regierung, mancher Medien, mit ihrer, oft einseitigen Berichterstattung. Mein Wunsch ist die deutsch-chinesische Freundschaft. Und noch etwas an kritische, intellektuelle chinesische Stimmen in China, die die westliche Demokratie für ein Allheilmittel halten, was Menschenrechte betrifft: Man darf nicht glauben dass im Westen (gerade in Deutschland) alles in Ordnung ist. In meinem Land gibt es derzeit viele wütende Tränen gegen deutsche Pressefreiheit, Bevormundung und steuerlicher Ausbeutung nichtprivilegierter Bevölkerungsschichten. Auch das hat mit Menschenrechte zu tun. Das feudalistische Kapitaldiktat, der Interessen- oder Gruppendemokratie, Lobbyistendemokratie, das soziale System in Deutschland, entwickelt sich zum flächendeckenden Überwachungs- und Feudalstaat. Gerade Deutschland, sollte deshalb mit Kritik gegenüber China sehr zurückhaltend sein.

Ein Wort zum Dalai Lama: Der Dalai Lama ist nicht nur ein Mönch, er ist auch ein politischer Mensch mit Machtanspruch. Wie auch der Islam, wie auch westliche Religionsfürsten, wie der Vatikan, weltliche Machtansprüche geltend macht, so hat auch der Dalai Lama ein verborgenes, und zweites - politisches - Gesicht. Dafür gibt es viele Quellen. Nur lesen, informieren muss man sich, wenn man der Wahrheit näher kommen will.

 

BERNHARD GANTER, Schriftsteller, Journalist

Außenseiter, Loser, Antihelden, sind Bernhard Ganters bevorzugte Protagonisten und Themen in seinen Romanen und Erzählungen. Einer seiner Romane erscheint 2008 in China. Mich interessieren Menschen, die unten sind in unserer Gesellschaft, sagt Bernhard Ganter. Er erzählt von Menschen und Orten also, wo seelische Wehrlosigkeit, Grausamkeit stattfindet, Lebenswege fernab der Glitzerwelt der „beautiful people". Seine literarische Welt ist vielmehr von den nicht wahrgenommenen Ruinen in unserer Gesellschaft geprägt. Eine große Tageszeitung charakterisierte Bernhard Ganter so: ein unangepasster Autor mit Brüchen, der sich mit Geheimnissen seines Lebensweges umgibt. Mit 15 Jahren riss er aus dem Elternhaus aus und lebte zuerst in Hamburg, in Kopenhagen, Amsterdam, Brüssel und Paris, immer mit dem Ziel, zu schreiben, fuhr als 17jähriger zur See, als Küstenfischer. Dann Studium der Literatur auf dem zweiten Bildungsweg. Er schrieb mehrere Romane und Erzählbände. Ein intellektueller Abenteurer ist er zeitlebens geblieben. Wer also ist Bernhard Ganter? Ich bin ein Lebewesen unter Milliarden anderer Lebewesen auf unserem Raumschiff Erde, sagt er, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Kulturradio Lora

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