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Neue Herausforderungen und neue Zusammenarbeit
- eine Zäsur mit neuen Ideen
2020/09/25

Pressemitteilung

 

 

Am 22. September veranstaltete das Generalkonsulat der Volksrepublik China in Hamburg in Zusammenarbeit mit der Bildungsabteilung der chinesischen Botschaft in Deutschland ein Webinar über die universitäre Zusammenarbeit zwischen China und Norddeutschland, im Rahmen von der Digtal-Feierveranstaltung anlässlich des 71. Jubiläums der Gründung der Volksrepublik China.

 

PräsidentIn und VizepräsidentInnen aus 10 chinesischen und norddeutschen Universitäten oder Hochschulen diskutierten über neue Herausforderungen, neue Zusammenarbeit und neue Ideen einer Zäsur, unterstrichen die Bedeutung der umfangreichen Zusammenarbeit im Bereich Wissenschaft und Forschung, bekannten sich zur Verstärkung der langjährigen Freundschaft zwischen beiden Seiten. Auszüge der Diskussion wie folgt:

 

Moderator und Vorsitzender des Universitätsrats der Shanghai International Studies University (SISU) Prof. Dr. JIANG Feng: „Das Webinar ist an sich allein ein großartiges Zeichen dafür, dass wir in der Not aneinander denken, dass wir unsere langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft sehr schätzen. Internationalität gehört zum Kernmerkmal der Hochschulen, dafür sind nationale Grenzen geografisch und gedanklich zu überschreiten. In einer Zeit der mancherorts angekündigten Entkopplungen oder De-Globalisierung kann diese Weltoffenheit der Hochschulen weltgeschichtlich von großer Bedeutung sein. Universitäre Zusammenarbeit ist in der Natur zukunftsorientiert, weil kein Land globalen Herausforderungen in der Zukunft wie Klimawandel alleine gewachsen sein kann, weil auch die jungen Leute international studieren möchten, und zur Erfüllung ihrer Wünsche Hochschulen verpflichtet sind. Gegründet im Jahre 1949, SISU ist durch Weltoffenheit ausgeprägt und zeichnet sich in der Lehre und Forschung durch Multi-Disziplinarität und Internationalität aus. Im Rahmen der Nationalen Geisteswissenschaftlichen Forschungsprojekte Chinas pflegt SISU enge Zusammenarbeit mit ihren europäischen und deutschen Partnern in Bezug auf Deutschland- und Europastudien."

 

Generalkonsul der Volksrepublik China in Hamburg DU Xiaohui: „Die Corona-Pandemie hat die Landkarte der internationalen universitären Zusammenarbeit neu gemischt, was den Jahrhundertwandel widerspiegelt, bringt jedoch neue Kooperationsmöglichkeiten für chinesische und norddeutsche Universitäten und Hochschulen. Neue Ideen kommen aus der Krise und dem Wandel heraus. Die chinesisch-norddeutsche universitäre Zusammenarbeit wird die umfassende strategische Partnerschaft zwischen China und Deutschland vielfältiger, tiefer und umfangreicher mitgestalten."

 

Rektor der Universität Bremen Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter: „Wir wollen die schon langjährigen guten Kooperationen - unter Achtung der Wissenschaftsfreiheit, der Einhaltung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis, im gegenseitigen Respekt und mit Vertrauen auf Augenhöhe - mit unseren chinesischen Partner-Universitäten weiter ausbauen."

 

Rektorin der Hochschule Bremen und Vorsitzende des Konfuzius Instituts Bremen Prof. Dr. rer. pol. Karin Luckey: „China, Deutschland und Europa sind bedeutsame strategische Partner zur Lösung globaler Zukunftsthemen. Unsere langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Wissenschaft leistet einen wertvollen Beitrag dazu. Wir wollen gerne innovative Formate in Lehre, Forschung, Weiterbildung und Transfer mit unseren chinesischen Kooperationspartnern ausbauen."

 

Gesandter-Botschaftsrat für Bildung der chinesischen Botschaft in Deutschland Dr. LIU Lixin : „Solidarität ist in der Zeit der Pandemie von herausragender Bedeutung. Wir freuen uns, dass sich die Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen aus China und Norddeutschland zum Webinar treffen, das anlässlich des 71. Jubiläums der Volksrepublik China veranstaltet wird, um sich gemeinsam über die Chancen und Herausforderungen der bilateralen Zusammenarbeit in Hochschulwesen zu diskutieren. Die anwesenden RektorInnen und Präsidenten aus beiden Ländern bekennen sich zur Verantwortung der Hochschulen für die Gesellschaft sowie für die Entwicklung der jungen Menschen und haben daher unbeirrt die weitere Entwicklung bzw. Intensivierung der bilateralen Kooperationen und Austausche in Hochschulwesen plädiert. Dieser chinesisch-deutschen Hochschulzusammenarbeit in Zukunft wünsche ich weiterhin viel Erfolg. Auch bedanke ich mich hiermit sehr herzlich beim Generalkonsulat in Hamburg für die großartige Organisation und die damit verbundenen Mühen. "

 

Vizepräsidentin der Leibniz Universität Hannover Prof. Dr. Christina von Haaren: Wissenschaft ist ein System, welches von Transparenz, Vertrauen und kritischem Diskurs lebt und dabei die wissenschaftlichen Erkenntnisse fortlaufend weiter entwickelt und korrigiert. Dieser Ansatz kennt keine räumlichen oder disziplinierten Grenzen. Die Kooperation mit chinesischen Universitäten ist äußerst wertvoll für die gegenseitigen wissenschaftlichen aber auch kulturellen Lernprozesse und damit eine unschätzbare Erfahrung für unsere Wissenschaftler und Studierenden. Das bedeutet auch, dass unterschiedliche Auffassungen und Interessen erkannt und auf der Basis einer langen und guten wissenschaftlichen Partnerschaft bearbeitet werden können."

 

Gesandter-Botschaftsrat der Bildungsabteilung der chinesischen Botschaft in Deutschland a.D. Dr. DONG Qi: „Der Austausch von Mensch zu Mensch ist in der Corona-Zeit wichtiger denn je. Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses und Vermeidung der Missverständnisse können nur auf diese Art und Weise erreicht werden. Die chinesisch-deutschen Beziehungen erweisen sich als ein Fels in der Brandung, und das in einer Zeit, wo es vielerorts nach Abkoppelung, Protektionismus und sogar einem neuen „Kalten Krieg" gerufen wird. In diesem Sinne bin ich zuversichtlich und guter Hoffnung, wenn es um die Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern geht. Denn unsere beiden Völker verbindet vor allem eines: Unser einziges und auch größtes Geheimnis zum Erfolg als Kultur- und Wirtschaftsnation besteht aus nichts anderem als Fleiß und Intelligenz."

 

Vizepräsident der Tongji University Prof. Dr. WU Zhiqiang: „Der Name von Tongji stammt aus dem Wort Deutsch wegen der ähnlichen Aussprache im Shanghaier Dialekt und hat die Bedeutung Zusammen in einem Boot rudern. Die herausragenden Leistungen der Universität seit über 100 Jahren sind untrennbar mit der aufrichtigen Zusammenarbeit mit allen deutschen Partnern. Die Chinesisch-Deutsche Hochschule (CDH) setzt sich für die Förderung der Zusammenarbeit mit den Schwerpunkten gemeinsame Betreuung, Forschung und Anwendung zum Vorteil der Gesellschaft. Im vergangenen Jahr wurden vier Chinesisch-Deutsche Forschungszentren mit deutschen Partnern gegründet und wir freuen uns auch auf tiefere Kooperationen mit den Hochschulen in Norddeutschland."

 

Vizepräsidentin der Georg-August-Universität Göttingen Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne: Trotz der schwierigen Umstände infolge der Corona-Krise intensiviert die Universität Göttingen die Zusammenarbeit mit ihren chinesischen Partnern weiter. Ich möchte unseren chinesischen Partnern danken für die jederzeit engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, gerade auch bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie."

 

Vizepräsident der Beijing Foreign Studies University Prof. Dr. JIA Wenjian: „Die Beijing Foreign Studies University verfügt über 101 Fremdsprachenstudiengänge und bietet die größte Vielfalt der Fremdsprachen unter allen Universitäten in China. Parallel dazu ist sie an 23 Konfuzius-Instituten weltweit beteiligt. Alle Bestrebungen der BFSU sollen dazu führen, dass China die Welt kennen lernt und die Welt China in Entwicklung  besser versteht. Im Zeichen der Corona-Krise gewinnt diese Mission deutlich an Bedeutung."

 

Vizepräsidentin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Prof. Dr. Anja Pistor-Hatam: Das Land Schleswig-Holstein und die Universität Kiel sind seit Jahrzehnten eng mit ihren Partnern und Partnerinnen in China verbunden. So waren in den vergangenen 34 Jahren über 350 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hangzhou bei uns zu Gast. Viele von ihnen wurden an unserer Universität promoviert, vor allem im medizinischen Bereich. Neben der Zhejiang Universität arbeitet die Christian-Albrechts Universität sehr eng mit der Ocean University of China in Qingdao sowie weiteren Universitäten in Shanghai und Beijing zusammen. Auch für die Zukunft wünschen wir uns eine eng, kooperative und fruchtbare Zusammenarbeit mit unseren chinesischen Partnerinnen und Partnern."

 

Präsident der Brand University of Applied Sciences Hamburg Prof. Dr. h.c. SHAN Fan: „Der deutsch-chinesische Bildungsaustausch sollte sich nicht nur auf die technologischen Bereiche beschränken, darüber hinaus muss dieser Austausch vielmehr interkultureller Natur sein, denn durch Bildung verändert, beziehungsweise erweitert sich das Bewusstsein der Menschen beider Länder, sodass sie sowohl geistig, als auch emotional eine größere Nähe zueinander aufbauen können."  

 

Vizepräsident der Technischen Hochschule Lübeck Prof. Dipl.-Ing. Frank Schwartze: „Akademische Kooperation und die gemeinsamen Studienmodelle mit unseren chinesischen Hochschulpartnern in Hangzhou und Schanghai ist ein fester Bestandteil der internationalen Ausrichtung der TH Lübeck. Die Vertiefung und der Ausbau der Zusammenarbeit durch weitere innovative Modelle insbesondere in praxis- und transferorientierter Lehre und Forschung ist unser gemeinsames Ziel. Hier sehen wir gerade auch in den übergreifenden Partnerschaften in Schleswig-Holstein und Norddeutschland mit den chinesischen Hochschulen weitere Potenziale für die zukünftige Entwicklung."

 

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